F1: Abu Dhabi

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    Die Plätze sind vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi weitesgehend bezogen. Nur noch im Mittelfeld wird um die Positionen gerangelt. Für Sebastian Vettel ist es trotzdem wichtig, vor der Winterpause noch ein Ausrufezeichen zu setzen.


    Zweimal 90 Minuten und einmal 60 Minuten Training, ein letztes Qualifying und Rennen: Die Formel 1-Saison 2018 schließt an diesem Wochenende in Abu Dhabi ab. Die Fahrer-Weltmeisterschaft ist schon seit Mexiko entschieden. Der Konstrukteurspokal ist seit Brasilien in den Händen von Mercedes. Nur um einzelne Positionen wird noch gerangelt.

    In der Fahrerwertung liegen Räikkönen, Bottas und Verstappen auf den Plätzen drei bis fünf nur durch 17 Punkte getrennt. Auch die Frage nach dem besten Mittelfeldpiloten wird in Abu Dhabi beantwortet. Hier geht Nico Hülkenberg mit 11 Zählern Vorsprung vor seinen Verfolgern in das letzte Rennen. In der Teamwertung sind die meisten Positionen bezogen. Spannung herrscht nur noch im Duell um Rang 7 zwischen Sauber und Force India. Die Schweizer müssen 7 Zähler gutmachen, um nächstes Jahr rund 3,5 Millionen Euro mehr aus den Prämientöpfen von Liberty Media zu erhalten.

    Neben den WM-Punkten geht es bei Start in der Dämmerung natürlich auch noch einmal um einen Grand-Prix-Sieg. Die Spitzenfahrer können wie schon in Brasilien frei auffahren. Hamilton strebt nach seinem elften Saisonsieg. Vettel nach seinem sechsten. Der Heppenheimer konnte zuletzt in Belgien feiern. Ein Erfolg kurz vor der Winterpause wäre Balsam auf die Seele des Ferrari-Piloten, der sich in den letzten Wochen viel Kritik anhören musste. Ein besonderes Rennen ist es auch für Fernando Alonso, der sich nach seinem 312. Grand Prix von der Formel 1 verabschiedet.


    Die Strecke: Yas Marina Circuit




    Bei der Einweihung 2009 wurde der Yas Marina Circuit mitten in der Wüste als achtes Weltwunder gefeiert. Mittlerweile hat man sich an den Anblick der glitzernden Formel-1-Oase fast schon gewöhnt. Mehr als eine Milliarde Euro durfte der deutsche Streckendesigner Hermann Tilke angeblich im feinen Sand rund um den Yachthafen verbuddeln, was den Yas Marina Circuit zum teuersten Grand-Prix-Kurs der Welt macht.

    Vom Layout konnte die Strecke in Abu Dhabi die Fans bisher noch nicht von den Sesseln reißen. Trotz zwei langen Geraden im Mittelsektor gestaltet sich das Überholen eher schwierig. Unvergessen bleibt Vitaly Petrovs Verteidigungsschlacht, die maßgeblich zu Vettels erstem Titelgewinn 2010 beigetragen hatte. Trotz eines deutlich schnelleren Autos kam Fernando Alonso im Ferrari damals nicht am Russen im Renault vorbei. Erst die Einführung der DRS-Zonen 2011 linderte das Problem. Sebastian Vettel tankte sich 2012 aus der Boxengasse durch das Feld bis auf das Podium.


    Fast Facts zum GP Abu Dhabi:




    • Streckenlänge: 5,554 Kilometer
    • Rundenzahl: 55
    • Startzeit: 17.10 Uhr Ortszeit (14.10 Uhr MEZ)
    • Rundenrekord im Rennen: 1:40.279 Min. (Sebastian Vettel – Red Bull RB5, 2009)
    • Absoluter Rundenrekord: 1:36,231 Min. (Valtteri Bottas, Mercedes W08, 2017)
    • Top-Speed: 336 km/h
    • Längste Vollgaspassage: 1.200 Meter ( zwischen Kurve 7 & 8 )
    • Distanz von der Startlinie bis zur ersten Kurve: 304,5 Meter
    • Länge der Boxengasse: 359,3 Meter
    • DRS-Zonen: auf den Geraden vor Kurve 8 und 11
    • Reifenwahl: hypersoft / ultrasoft / supersoft
    • Reifenverschleiß: niedrig
    • Bremsenbelastung: hoch
    • Spritverbrauch: niedrig

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