Empfohlen Formel 1: Autralien|Melborune

Strecke Australien GP: Albert Park Circuit, Melbourne


Der Saisonauftakt der Formel 1 mit dem Grand Prix von Australien auf dem Albert Park Circuit hat mittlerweile Tradition. Die Rennstrecke mitten im Stadtpark gehört seit 1996 fest zum Kalender und wird nur einmal im Jahr für den Formel 1 Grand Prix genutzt. Der Kurs besteht größtenteils aus öffentlichen Straßen, weshalb der Asphalt sehr rutschig ist.


Das Layout des Albert Park Circuit




Das Layout ist geprägt von Highspeed-Passagen und winkligen 90-Grad-Kurven. Die teilweise nahe an der Rennstrecke verlaufenden Mauern sowie vielen Grünstreifen und Kiesbetten machen den temporären Kurs noch anspruchsvoller. Fehler werden in Melbourne härter bestraft als auf den meisten anderen Strecken.

Ohne asphaltierte Auslaufzonen gilt es höchste Vorsicht walten zu lassen, um das Rennen nicht vorzeitig zu beenden. Gerade am Freitag bietet die Strecke wegen der seltenen Nutzung äußerst wenig Grip und sollte es regnen, können auch die zahlreichen Straßenmarkierungen für eine Rutschpartie sorgen.

Ein weiterer potenzieller Gefahrenherd sind die zahlreichen Bodenwellen, weshalb eine saubere Rennlinie unabdingbar ist. Timo Glock kam etwa 2008 ein wenig zu weit von der Ideallinie ab, sodass sein Toyota prompt ausgehebelt wurde und spektakulär abflog. Michael Schumacher beendete 2006 sein Rennen am Ausgang von Turn 16 unsanft in der Mauer.


Die Technik in Melbourne




In Bezug auf die aerodynamischen Anforderungen ist in Melbourne ein mittleres bis hohes Abtriebsniveau gefragt. Da es sich letztendlich jedoch um eine Stop-and-Go-Strecke handelt und nahezu jede der 16 Kurven eine unterschiedliche Geometrie aufweist, ist bei der Setuparbeit ein guter Kompromiss gefragt.

Besonders fordernd ist der 5,303 Kilometer lange Albert Park Circuit für die Bremsen der Boliden. Sieben Mal wird aus weit über 200 km/h stark verzögert. Insgesamt verbringen die Piloten 15 % der Runde auf der Bremse. Das häufige Herunterbremsen führt zu ebenso vielen Beschleunigungsphasen.

Hier ist guter mechanischer Grip und eine stabile Traktion gefragt. Zusammen mit einem Vollgasanteil von 70 % sorgen die vielen Beschleunigungsphasen jedoch für einen hohen Benzinverbrauch. Für die MGU-K sind die Bremsphasen allerdings ein Geschenk, denn hier kann jede Menge kinetische Energie zurückgewonnen werden.


Die Geschichte des Australien GP




Der Große Preis von Australien wurde erstmals im Jahr 1985 in Adelaide ausgetragen. Dort war die Königsklasse bis einschließlich 1995 zu Gast und hielt dabei mehrmals das WM-Finale ab. Die beiden denkwürdigsten Rennen dort fanden wohl in den Jahren 1993 und 1994 statt.

1993 feierte Ayrton Senna seinen 41. und letzten Sieg in der Formel 1, 1994 holte Michael Schumacher nach einer kontroversen Kollision mit Damon Hill seinen ersten Weltmeistertitel. Zur Saison 1996 zog der Grand Prix nach Melbourne um, wo er seitdem ununterbrochen stattfindet..

Bis auf eine Ausnahme im Jahr 2010, als die Saison in Bahrain begann, findet in Melbourne der Saisonauftakt statt. Als erste Veranstaltung des Jahres gelten die Rennen im Albert Park als schwer vorhersehbar. Häufig enden sie mit überraschenden Resultaten, wie zum Beispiel dem sensationellen Sieg von Jenson Button für Brawn GP im Jahr 2009.

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